Veröffentlicht am 16. Juni 2009 von Günter Apsel, Florida

Speisen in Orlando-Florida
Weg vom Schreibtisch, hinein ins Leben: So lautete heute morgen, nachdem ich die Zeitung gelesen hatte, meine Devise. Nicht als ob die Zeitungslektüre dafür den Anstoss gegeben hätte. Ich war vielmehr die Stubenhockerei leid.
Im Zeichen der Schwulen
Das Top-Ereignis der kommenden Woche werden die Gay-Tage sein, die alljährlich Tausende nach Orlando locken. Gay heisst schwul. Einmal im Jahr gehören die hiesigen Attraktionen, aber auch Downtown dieser aufmüpfigen Minderheit. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 6. Juni 2009 von Michael Wohlrab - Jerusalem

- Vor der Klagemauer kommt es zu einem Massenauflauf.
Während viele christlichen Kirchen Himmelfahrt feierten, füllte sich die Altstadt Jerusalems mit Israelis, die den Jerusalemtag feiern wollten.
Der Jerusalemtag erinnert an die Eroberung und Wiedervereinigung Jerusalems durch Israel im Jahr 1967. An diesem Tag boykottieren die arabischen Abgeordneten der Knesset die Sitzung, die anlässlich des Jerusalemtages abgehalten wird. Für sie könne man erst dann einen Jerusalemtag feiern, wenn die Stadt zur Hauptstadt zweier Staaten geworden sei. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 25. Mai 2009 von Michael Wohlrab - Jerusalem

Kinder einer Erde
Warten am Flughafen. Unser Sohn ist unruhig und krabbelt ungeduldig von Bank zu Bank. Plötzlich nähert sich eine Mutter mit ihrer Tochter. Sie wirkt aufgelöst und kommt direkt auf mich zu. Sie zeigt mir Flugticket und ihren Pass. Auf ihrem Pass klebt die bekannte “6″ (siehe Blogeintrag vom 6. Februar 2009).
Die Frau möchte nach Paris und findet ihr Gate nicht. Ich zeige ihr den richtigen Ort und sie setzt sich erleichtert hin. In der Zwischenzeit freunden sich die beiden Kinder an. Wir kommen ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass die Frau aus dem Gazastreifen kommt und ihre Tochter nach Frankreich in ein Krankenhaus bringen wird. Unter dem Schal, den das Mädchen trägt, sieht man eine Schussverletzung am Hals. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 23. Mai 2009 von Günter Apsel, Florida
Stimmungsumschwung: Magic macht’s möglich

Magic Orlando!
Seit einigen Tagen hat sich in Central Florida der langersehnte Regen eingestellt – so wie man es sich seit Wochen wünscht: anhaltend und ergiebig. Das wäre schon Grund genug zur Lebensfreude, da doch die Wasserknappheit ein ernstzunehmendes, viel diskutiertes Thema ist.
Man sollte sich nicht jeden Tag duschen, wird empfohlen, und beim Zähneputzen den Wasserhahn abstellen. Ob’s hilft? Jedenfalls ist eine direkte Kontrolle der Befolgung solcher Ratschläge kaum möglich – es sei denn unter Verletzung der Privatsphäre. Die aber wird hierzulande peinlichst beachtet. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 22. Mai 2009 von Michael Wohlrab - Jerusalem

In der Himmelfahrtkapelle wird Gottesdienst gefeiert.
Der Ort, an dem der Himmelfahrt Christi gedacht wird, ist seit der Rückeroberung Jerusalems 1187 durch Saladin im muslimischen Besitz. Da im Islam auch der Himmelfahrt Jesu gedacht wird, ließ der Eroberer die Kreuzfahrerkapelle stehen, verwandelte sie kurzerhand in eine Moschee und ergänzte den Bau u.a. mit einem Minarett.
Schon 390 nach Christus war hier eine erste Kapelle gebaut worden und auf einem Stein im inneren des Oktogons finden Glaubende noch heute den (etwas groß geratenen) Fußabdruck Jesu. Zweimal im Jahr dürfen die Christen dort Gottesdienste feiern. Einmal zum westlichen und einmal zum orthodoxen Himmelfahrtfest.
Das Gotteshaus wird geschmückt, Paramente werden aufgehängt, Zelte aufgestellt und die ganze Nacht hindurch werden Messen gefeiert. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 22. Mai 2009 von Michael Wohlrab - Jerusalem

Der Papst ist weg, die Fähnchen bleiben noch ein paar Tage hängen.
Geschrieben wurde genug. Über die Rede in Yad Vashem, in der mehr gesagt hätte werden können und müssen, über die Äußerungen Benedikts über die Mauer und eine Zweistaatenlösung, über die Christen, die das Land verlassen und über das hohe Polizeiaufgebot. Erst mit etwas mehr Abstand wird man die Pilgereise des Papstes wohl richtig beurteilen können. Doch eine Geschichte am Rande des großen Medienspektakels hat mich besonders beeindruckt.
Das Gelände der Himmelfahrtkirche liegt in Ostjerusalem. In dem Teil der Stadt, der für Israel zwar zur ungeteilten Hauptstadt des Landes gehört, dessen Status für die Weltgemeinschaft aber noch ungeklärt ist. Israelische Polizei lässt sich hier kaum blicken; und wenn sie kommt, dann schwer gepanzert und bewaffnet. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 21. Mai 2009 von Christopher Hohn - Bethlehem

Pilger und arabische Christen füllen den Krippenplatz
Von dem „Allah u Akbar“ meines pinken Muezzin-Weckers geweckt und von meinem hungrigren Magen und leeren Brotkorb zum Bäcker geschickt, hatte ein neuer Tag meines Freiwilligendienstes begonnen. Busse, Taxen, eilende Familien – plötzlich war mir erst bewusst geworden, welcher Tag es gewesen war. Nach seinen Tagen in Jordanien und Israel stand nun Bethlehem auf dem Reiseplan des Papstes und schon am frühen Morgen war der christliche Vorort Beit Jala im Ausnahmezustand. Leider hatten wir uns zu spät um Tickets für die morgendliche Messe bemüht, sodass wir nicht mehr mit einem Besuch des abgeriegelten Krippenplatzes gerechnet hatten. Dem Brotmann unsere scheinbar ausweglose Lage geschildert, kehrte er nach einigen Minuten eilig aus seiner nahe gelegenen Wohnung mit zwei Karten zurück. Nun müssten auch wir uns beeilen, denn der Einlass ende schon in einer halben Stunde. Auch das Fehlen der letzten Karte für uns insgesamt drei Volontäre des SOS-Kinderdorfes sollte sich schnell lösen, als auch die Sekretärin des benachbarten Priesterseminars eine Karte für uns übrig hatte. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 16. Mai 2009 von Michael Wohlrab - Jerusalem

Treffen mit dem Patriarchchen Theophilos III
Am letzten Tag seines Aufenthaltes in Jerusalem besuchte der Summus Pontifex zunächst den griechischen Patriarchchen Theophilos III. Zu dem Ereignis waren die Vertreter vieler Kirchen der heiligen Stadt eingeladen.
Mit der Einladungskarte musste ich zahlreiche Kontollen in der abgeriegelten Altstadt durchlaufen. Obwohl das Treffen der beiden Kirchenoberhäupter erst um 9:15 stattfand, schlossen die Türen den Patriarchats für die Gäste schon um 7:00 Uhr. Das Gelände der Himmelfahrtkirche, in dessen Nähe der Papst übernachtete, konnte man nur bis 7:00 verlassen. Danach wurden die Straßen gesperrt. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 16. Mai 2009 von Günter Apsel, Florida
Kirchliche Wirklichkeit in Florida

Lake Eola - im Herzen Orlandos
Die Woche hindurch: pulsierendes Leben in Downtown Orlando, rund um den Lake Eola herum; er gibt der Stadt Charme und Flair. Banken, Hochhäuser, die Kuppel der City Hall und Kirchen.
Alle grossen Denominationen sind vertreten. Die Stadt nimmt den Slogan “The City Beautiful” für sich in Anspruch.
Da ist was dran. Disney – etwa 15 Meilen vor den Toren von downtown – bringt reichen Steuersegen. Auch jetzt noch. Vielleicht sogar mehr als sonst? Brot und Spiele erwiesen sich schon in grauer Vorzeit als probate Mittel gegen manche Misere. Das Geld, das hereinkommt, wird klug investiert. Die Stadt gewinnt durch eine sich ständig verbessernde Infrastruktur. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 13. Mai 2009 von Holger Nollmann - Istanbul

Bild gemalt von Uta Weber, Köln
Die meistgetragene Kleiderfarbe in unserem Viertel ist grau – so grau wie die abgeblätterten Fassaden der Häuser, so grau wie der schlaglochübersäte Straßenbelag, so grau wie die Katzen, die schnell Deckung vor den vorbeieilenden Passanten suchen. Nur selten verirrt sich ein dezentes Blumenmuster auf die langen Röcke der Frauen, allenfalls ein sehr gedecktes Grün oder Blau ergänzt das alles dominierende Einheitsgrau.
Ganz anders Meryem – die Blume unseres Viertels, und an jedem Tag mit einer anderen Blüte: die Tochter des frommen Kaufmanns an der Straßenecke, 17 Jahre jung, an jedem Tag für ein paar Stunden hinter der Kasse des kleinen Ladens – denn an jedem Tag trägt sie ein anderes Kopftuch, und nie ist eines grau – auch nicht einfach nur blau oder nur grün oder nur rot, sondern immer grellblau oder grellgrün oder grellrot – auf jeden Fall immer irgendwie schrill.
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