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	<title>UK - Unsere Kirche: Blogs &#187; Michael Wohlrab &#8211; Jerusalem</title>
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	<description>Unsere Kirche - weltweit</description>
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		<title>Bethlehem, Osterhasen und Chanukkaleuchter &#8211; Weihnachten im Heiligen Land</title>
		<link>http://blog.unserekirche.de/2009/12/24/bethlehem-osterhasen-und-chanukkaleuchter-weihnachten-im-heiligen-land/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 12:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts erinnert an Weihnachten in Deutschland. Die Sonne brennt und ich ziehe den Pullover aus beim Gang durch Jerusalem. Es ist kurz vor 14 Uhr. Am Damskustor verkauft ein Palaestinenser Weihnachtsmaenner und Osterhasen aus Schokolade.
An den Strassenpfaehlen sieht man die Chanukkaleuchter, die noch an das juedische Lichterfest erinnern, das gerade vorbei ist. So strahlt ein wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts erinnert an Weihnachten in Deutschland. Die Sonne brennt und ich ziehe den Pullover aus beim Gang durch Jerusalem. Es ist kurz vor 14 Uhr. Am Damskustor verkauft ein Palaestinenser Weihnachtsmaenner und Osterhasen aus Schokolade.</p>
<div id="attachment_719" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img class="size-large wp-image-719" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/12/DSC00024-400x300.jpg" alt="Osterhase und Weihnachtsmann - Weihnachten am Damaskustor" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Osterhase und Weihnachtsmann - Weihnachten am Damaskustor</p></div>
<p>An den Strassenpfaehlen sieht man die Chanukkaleuchter, die noch an das juedische Lichterfest erinnern, das gerade vorbei ist. So strahlt ein wenig das Weihnachtsgefuehl auf, wenn sie am Abend leuchten.</p>
<div id="attachment_718" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img class="size-large wp-image-718" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/12/DSC00380-400x300.jpg" alt="Die Chanukkaleuchter an den Strassen erinnern ein wenig an Weichnachten." width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Die Chanukkaleuchter an den Strassen erinnern ein wenig an Weichnachten.</p></div>
<p>Heute abend im Gottesdienst werden wieder viele israelische Touristen sein, die ein wenig weihnachtliche Stimmung erhaschen wollen. In Tel Aviv kann man Karten kaufen fuer das Christnachtsgottesdienst-Hopping. Manches Gemeindeglied singt fuer sich allein in den dicht gefuellten Bankreihen.  </p>
<p>Um Mitternacht geht es dann zu Fuss nach Bethlehem. Etwa 100 zumeist junge Menschen wandern ueber den Checkpoint die etwa 15 Kilometer bis zur Geburtskirche. Unterwegs machen wir halt bei der evangelischen Kirche in Bethlehem, wo wir gegen 3 Uhr Tee trinken koennen. Gegen 5 Uhr werden wir wieder in Jerusalem sein. Muede und erschoepft und doch erfuellt von dem Weihnachten im Heiligen Land, das ganz anders ist.</p>
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		<title>Lailat al-Qadr &#8211; die Nacht der Bestimmung</title>
		<link>http://blog.unserekirche.de/2009/09/19/lailat-al-qadr-die-nacht-der-bestimmung/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 16:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Ramadan in Jerusalem. Die Autoreifen quietschen öfter in dieser Zeit. Die Stimmung ist angespannt. Unser palästinensischer Küster klagt über den &#8220;Duft des Ramadan&#8221; in den Bussen; tagsüber darf weder gegessen noch getrunken werden und so fährt man unkonzentrierter. Mit einem Kanonenschuss endet täglich die Fastenzeit und dann ist es für eine Stunde ruhig in Ostjerusalem. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_626" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-medium wp-image-626 " src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/09/Ramadan-Lampen-250x223.jpg" alt="Stolz sitz der Ladenbesitzer vor seinem Laden, der Ramadanlampen verkauft." width="250" height="223" /><p class="wp-caption-text">Stolz sitz der Ladenbesitzer vor seinem Geschäft, in dem er Ramadanlampen verkauft.</p></div>
<p>Ramadan in Jerusalem. Die Autoreifen quietschen öfter in dieser Zeit. Die Stimmung ist angespannt. Unser palästinensischer Küster klagt über den &#8220;Duft des Ramadan&#8221; in den Bussen; tagsüber darf weder gegessen noch getrunken werden und so fährt man unkonzentrierter. Mit einem Kanonenschuss endet täglich die Fastenzeit und dann ist es für eine Stunde ruhig in Ostjerusalem. kein Hupen ist zu hören. Denn die Familien versammeln sich zum gemeinsamen Fastenbrechen. Anschließend füllt sich die Altstadt bis spät in die Nacht mit Menschen aus ganz Jerusalem.</p>
<p>In der Nacht des 27. Tages des Monats Ramadan feiern die Muslime die Lailat al-Qadr. Eine ungewöhnliche, mystische Nacht. <span id="more-623"></span>Die Zeit zieht sich zusammen. Sie ist bedeutender als tausend Monde. Sie glauben, dass in dieser Nacht die ersten Koranverse Muhammed offenbart wurden. In der 97. Sure finden wir den entsprechenden Text:</p>
<p><em>Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen. 1Wir haben ihn in der Nacht der Bestimmung herabgesandt. 2 Woher sollst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist? 3 Die Nacht der bestimmung ist besser als tausend Monate. 4 Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn herab mit jedem Anliegen. 5 Voller Frieden ist sie bis zum Aufgang der Morgenröte.</em></p>
<p><em>Sura 97, Übersetzung Adel Theodor Khoury</em></p>
<p>Manche Islamwissenschaftler vertreten neuerdings die These, dass es sich bei dem Text um eine alte syrische Weihnachtsliturgie handeln könnte. Nicht der Koran, sondern Jesus ist gemeint. Und Friede tritt mit seinem Kommen ein.</p>
<div id="attachment_625" class="wp-caption alignright" style="width: 197px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/09/Gebetsteppiche1.JPG"><img class="size-medium wp-image-625" title="Die Lailat al-Qadr ist eine Nacht des Friedens für die Muslime" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/09/Gebetsteppiche1-187x250.jpg" alt="Die Lailat al-Qadr ist eine Nacht des Friedens für die Muslime" width="187" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Die Lailat al-Qadr ist eine Nacht des Friedens für die Muslime</p></div>
<p>Die Muslime in der Altstadt interessieren diese Spekulationen wenig. Für sie ist diese Nacht im Ramadan eine Nacht des Gebetes, denn nach der Tradition steht der Himmel bis zur Morgenröte offen. Männer mit Gebetsteppichen drängen durch die Altstadt zum Tempelberg.</p>
<p>Sie ziehen vorbei an Garküchen, an denen man Fleischspieße, Mais und Sauerbohnen (Foul) kaufen kann. Die Treppen am Damskustor gleichen einem Marktplatz. Man findet Kinderturnschuhe, Luftballons, Ramadanlampen made in China und Kleider. Die Altstadt wird von israelischer Polizei abgeschirmt und wir werden gefragt, was wir denn heute abend in der Altstadt wollen. Nach einigen Diskussionen lässt man uns durch. Die Sorge der Polizei um uns Internationale ist unberechtigt. Die Lailat al-Qadr ist eine Nacht des Friedens für die Muslime; und so stehen wir einige Zeit später an einem der Stände und betrachten mit einem Fleischspieß in der Hand das bunte Treiben.</p>
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		<title>Shabat II: Trendwende im Café Aroma</title>
		<link>http://blog.unserekirche.de/2009/06/20/shabat-ii-trendwende-im-cafe-aroma/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 13:45:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Café Aroma an der hebräischen Universität ist Teil der gleichnamigen israelischen Kaffeehauskette, die mit über 100 Filialen in Israel (und mittlerweile sogar an der Friedrichstraße in Berlin) im Land präsent ist. Das Café Aroma fiel besonders dadurch auf, dass es im Gegensatz zu den meisten anderen Cafés in der Stadt am Shabat geöffnet hatte.
Doch wie fast alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_552" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/Aroma.jpg"><img class="size-medium wp-image-552" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/Aroma-250x157.jpg" alt="Eiskaffee statt Straßenkampf. Ein palästinensisches Pärchen entspannt sich im Café Aroma." width="250" height="157" /></a><p class="wp-caption-text">Eiskaffee statt Straßenkampf. Ein palästinensisches Pärchen entspannt sich im Café Aroma.</p></div>
<p>Das Café Aroma an der hebräischen Universität ist Teil der gleichnamigen israelischen Kaffeehauskette, die mit über 100 Filialen in Israel (und mittlerweile sogar an der Friedrichstraße in Berlin) im Land präsent ist. Das Café Aroma fiel besonders dadurch auf, dass es im Gegensatz zu den meisten anderen Cafés in der Stadt am Shabat geöffnet hatte.</p>
<p>Doch wie fast alle kommerziellen Unternehmen orientiert sich das Unternehmen an den Bedürfnissen der Kunden. Für genaue Beobachter lässt sich so aus dem Verhalten der Kaffeehauskette auch einiges über die Entwicklung des Landes resp. der Stadt erkennen.</p>
<p>So wechselte das Café in Emek Refaim, der ehemaligen deutschen Templerkolonie im Westen der Stadt,  im vergangenen Jahr die Straßenseite und setzte dem Schriftzug &#8221;Aroma Café&#8221; das Wort &#8220;Kosher&#8221; hinzu. Am Shabbat war plötzlich geschlossen.<span id="more-538"></span></p>
<p>Die Stadt wird religiöser und die Kunden besuchten nicht mehr das Café Aroma, sondern das Café Hillel, das schon immer kosher und am Shabat geschlossen war. Man musste reagieren und änderte so die Ausrichtung.</p>
<p>Als einer der letzten Außenposten des säkularen Jerusalems bleibt das Café Aroma an der Universität am Shabbat geöffnet. Dort lässt sich nun ein anderer interessanter Trend beobachten. Das Café wird zunehmend von palästinensischen Kunden besucht. Anfangs waren es vor allem die weltoffenen Studierenden, die dort ihren Eiskaffee tranken. In der Küche arbeiteten Palästinenser, an der Kasse bedienten Israelis. Doch nun wird das Café immer stärker von Palästinensern frequentiert. Vor allem am Shabbat treffen sich dort palästinensische Pärchen und Familien.</p>
<div id="attachment_554" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/Aroma-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-554" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/Aroma-2-250x187.jpg" alt="Noch ohne Bilder, aber nun auch auf arabisch: Die Speisekarte im Café." width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Noch ohne Bilder, aber nun auch auf arabisch: Die Speisekarte im Café.</p></div>
<p>Seit einigen Wochen findet sich nun dort neben einer hebräischen und englischen Getränkekarte auch eine arabische. Noch ohne Bilder, schnell am Computer erstellt, aber die Kaffeehauskette reagiert auf den neuen Trend.</p>
<p>Gleich in der Nachbarschaft zum Café befindet sich das Stadtviertel French Hill, das die Israelis nach dem Sechstagekrieg annektiert hatten. Dort entstand auf dem Boden einer ehemals jordanischen Militärbasis ein jüdisches Siedlungsgebiet mit Restaurants, einer Bank, einem größeren Supermarkt und vielen kleinen Geschäften. Auch dort lässt sich ein ähnlicher Trend beobachten. Während French Hill vor allem wegen der vielen Terroranschläge durch Palästinenser bekannt wurde, sieht man nun immer mehr Palästinenser, die dort einkaufen, die israelische Infrastruktur nutzen und dort Wohnraum suchen. Sie siedeln quasi in der Siedlung.</p>
<p>Café Latte statt Terror. Zeigt sich so der neue Weg des palästinensischen Widerstandes in einer langsamen friedlichen Rückeroberung ehemals palästinensischer Gebiete? In French Hill gibt es schon erste israelische Bürgerinitiativen, die mit den neuen Gästen nicht einverstanden sind. Das demographische Problem wird Israel in Jerusalem wohl noch länger beschäftigen.</p>
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		<title>Jerusalemtag &#8211; manchmal muss man die Kippa abnehmen.</title>
		<link>http://blog.unserekirche.de/2009/06/06/jerusalemtag-manchmal-muss-man-die-kippa-abnehmen/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 11:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[


Vor der Klagemauer kommt es zu einem Massenauflauf.


Während viele christlichen Kirchen Himmelfahrt feierten, füllte sich die Altstadt Jerusalems mit Israelis, die den Jerusalemtag feiern wollten.
Der Jerusalemtag erinnert an die Eroberung und Wiedervereinigung Jerusalems durch Israel im Jahr 1967. An diesem Tag boykottieren die arabischen Abgeordneten der Knesset die Sitzung, die anlässlich des Jerusalemtages abgehalten wird. Für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<dl id="attachment_512" class="wp-caption alignright" style="width: 260px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/klagemauer-jerusalemtag.jpg"><img class="size-medium wp-image-512" title="Vor der Klagemauer kommt es zu einem Massenauflauf." src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/klagemauer-jerusalemtag-250x167.jpg" alt="Vor der Klagemauer kommt es zu einem Massenauflauf." width="250" height="167" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Vor der Klagemauer kommt es zu einem Massenauflauf.</dd>
</dl>
</div>
<p>Während viele christlichen Kirchen Himmelfahrt feierten, füllte sich die Altstadt Jerusalems mit Israelis, die den Jerusalemtag feiern wollten.</p>
<p>Der Jerusalemtag erinnert an die Eroberung und Wiedervereinigung Jerusalems durch Israel im Jahr 1967. An diesem Tag boykottieren die arabischen Abgeordneten der Knesset die Sitzung, die anlässlich des Jerusalemtages abgehalten wird. Für sie könne man erst dann einen Jerusalemtag feiern, wenn die Stadt zur Hauptstadt zweier Staaten geworden sei.<span id="more-508"></span></p>
<p>Tatsächlich zeigen sich an dem Festtag heute vor allem die verschiedenen Siedlerbewegungen, die für diesen Tag aus dem gesamten Land und vor allem aus der Westbank nach Jerusalem kommen.</p>
<div id="attachment_511" class="wp-caption alignleft" style="width: 259px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/kippa.jpg"><img class="size-medium wp-image-511" title="kippa" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/kippa-249x167.jpg" alt="&quot;Manchmal muss man die Kippa abnehmen&quot; Das Wort bezeichnet im Hebräischen nicht nur die jüdische Kopfbedeckung, sondern bedeutet auch &quot;Kuppel&quot;." width="249" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Manchmal muss man die Kippa abnehmen&quot; Das Wort bezeichnet im Hebräischen nicht nur die jüdische Kopfbedeckung, sondern bedeutet auch &quot;Kuppel&quot;.</p></div>
<p>Schon am Damaskustor im Ostteil der Stadt, an dem normalerweise nur Palästinenser stehen, konnte ich an diesem Tag &#8211; neben israelischem Militär &#8211; hunderte, meist junge Siedler sehen, die sich Israelfahnenschwenkend Richtung Klagemauer bewegten. Die Soldaten verteilten Getränke und Süßigkeiten an die  jungen Demonstranten, die in die Altstadt strömten.</p>
<p>In der Altstadt selbst zwängten sich die Gruppen der singenden und grölenden Siedlerjugendlichen durch die Gassen. Die palästinensischen Geschäfte waren geschlossen.  Nur in den Seitengassen, die abgesperrt wurden, sah man vereinzelt Palästinenser, die sich den Umzug ansahen.</p>
<p>Die Jugendgruppen wurden meist von einem älteren Rabbi begleitet, der mit einem Megaphon die Jugendlichen antrieb. Aus Fahnenstöcken werden schnell Knüppel mit denen gegen die Geschäfte getrommelt wurde. Es wurden T-Shirts verkauft, die die Zerstörung des Felsendomes forderten.</p>
<p>An der Straße kamen wir ins Gesrpäch mit Israelis, die sich das Treiben selbst kritisch vom Straßenrand anschauten. Sie erzählten uns von ihrer Zeit bei der Siedlerbewegung. Es sei eine faszinierende Zeit gewesen.</p>
<div id="attachment_510" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/jerusalemtag-jugendliche.jpg"><img class="size-medium wp-image-510" title="jerusalemtag-jugendliche" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/jerusalemtag-jugendliche-250x167.jpg" alt="Ausgelassene Jugendliche feiern sich und den Jerusalemtag." width="250" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Ausgelassene Jugendliche feiern sich und den Jerusalemtag.</p></div>
<p>Man fühlte sich als Aussteiger und im feindlichen Land der Araber als Sperrspitze der zionistischen Bewegung. Kritische Fragen kamen erst später. Im Rückblick fühlen sie sich manipuliert.</p>
<p>Heute engagieren sie sich in der israelischen Friedensbewegung. Sie übersetzten uns einige der Gesänge. In einem Lied zitierten die Jugendlichen den geblendeten Simson aus dem Richterbuch bevor er das Haus der Philister zum Einsturz bringt und so 3000 Philister tötet.</p>
<div id="attachment_509" class="wp-caption alignleft" style="width: 259px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/jerusalemtag-kind.jpg"><img class="size-medium wp-image-509" title="jerusalemtag-kind" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/06/jerusalemtag-kind-249x111.jpg" alt="Ein Siedlerkind wird durch die arabische Altstadt getragen." width="249" height="111" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Siedlerkind wird durch die arabische Altstadt getragen.</p></div>
<p>Am Ende des Richterbuches ruft er zu Gott: &#8220;Herr HERR, denke an mich und gib mir Kraft, Gott, noch dies eine Mal, damit ich mich&#8230; räche an den Philistern!&#8221; Im Hebräischen klingen die Wörter Philister und Palästinenser zum verwechseln ähnlich.</p>
<p>Ohne Frage: Der Massenauflauf der Siedler hatte auch etwas Faszinierendes. Teil einer solchen Bewegung zu sein gibt ein Gefühl von Stärke und Zusammengehörigkeit. Doch auf wessen Kosten? Was wird aus den Kindern, die in einer solchen Umgebung aufwachsen? Werden sie einmal mit Palästinensern Seite an Seite in Frieden leben können?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Am Flughafen</title>
		<link>http://blog.unserekirche.de/2009/05/25/am-flughafen/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 12:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Warten am Flughafen. Unser Sohn ist unruhig und krabbelt ungeduldig von Bank zu Bank. Plötzlich nähert sich eine Mutter mit ihrer Tochter. Sie wirkt aufgelöst und kommt direkt auf mich zu. Sie zeigt mir Flugticket und ihren Pass. Auf ihrem Pass klebt die bekannte &#8220;6&#8243; (siehe Blogeintrag vom 6. Februar 2009).
Die Frau möchte nach Paris und findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_494" class="wp-caption alignright" style="width: 249px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/close.jpg"><img class="size-medium wp-image-494" title="close" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/close-239x249.jpg" alt="Kinder einer Erde" width="239" height="249" /></a><p class="wp-caption-text">Kinder einer Erde</p></div>
<p>Warten am Flughafen. Unser Sohn ist unruhig und krabbelt ungeduldig von Bank zu Bank. Plötzlich nähert sich eine Mutter mit ihrer Tochter. Sie wirkt aufgelöst und kommt direkt auf mich zu. Sie zeigt mir Flugticket und ihren Pass. Auf ihrem Pass klebt die bekannte &#8220;6&#8243; (siehe Blogeintrag vom 6. Februar 2009).</p>
<p>Die Frau möchte nach Paris und findet ihr Gate nicht. Ich zeige ihr den richtigen Ort und sie setzt sich erleichtert hin. In der Zwischenzeit freunden sich die beiden Kinder an. Wir kommen ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass die Frau aus dem Gazastreifen kommt und ihre Tochter nach Frankreich in ein Krankenhaus bringen wird. Unter dem Schal, den das Mädchen trägt, sieht man eine Schussverletzung am Hals.<span id="more-493"></span></p>
<div id="attachment_495" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/zwei-kinder.jpg"><img class="size-medium wp-image-495" title="zwei-kinder" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/zwei-kinder-250x167.jpg" alt="Zwei Kinder" width="250" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Kinder</p></div>
<p>Wie sie aus  Gaza herausgekommen ist, erfahre ich nicht. Auch nicht, wer ihr die anstehende Operation bezahlen wird. Doch die militärische Auseinandersetzung in Gaza bekommt plötzlich wieder ein Gesicht und nachdenklich beobachte ich die beiden Kinder beim Spiel.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gottesdienst in einer Moschee &#8211; Himmelfahrt in Jerusalem</title>
		<link>http://blog.unserekirche.de/2009/05/22/gottesdienst-in-einer-moschee-himmelfahrt-in-jerusalem/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 10:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ort, an dem der Himmelfahrt Christi gedacht wird, ist seit der Rückeroberung  Jerusalems 1187 durch Saladin im muslimischen Besitz. Da im Islam auch der Himmelfahrt Jesu gedacht wird, ließ der Eroberer die Kreuzfahrerkapelle stehen, verwandelte  sie kurzerhand in eine Moschee und ergänzte den Bau u.a. mit einem Minarett.
Schon 390 nach Christus war hier eine erste Kapelle gebaut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_481" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/himmelfahrt-iii.jpg"><img class="size-medium wp-image-481" title="himmelfahrt-iii" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/himmelfahrt-iii-250x167.jpg" alt="In der Himmelfahrtkapelle wird Gottesdienst gefeiert." width="250" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">In der Himmelfahrtkapelle wird Gottesdienst gefeiert.</p></div>
<p>Der Ort, an dem der Himmelfahrt Christi gedacht wird, ist seit der Rückeroberung  Jerusalems 1187 durch Saladin im muslimischen Besitz. Da im Islam auch der Himmelfahrt Jesu gedacht wird, ließ der Eroberer die Kreuzfahrerkapelle stehen, verwandelte  sie kurzerhand in eine Moschee und ergänzte den Bau u.a. mit einem Minarett.</p>
<p>Schon 390 nach Christus war hier eine erste Kapelle gebaut worden und auf einem Stein im inneren des Oktogons finden Glaubende noch heute den (etwas groß geratenen) Fußabdruck Jesu. Zweimal im Jahr dürfen die Christen dort Gottesdienste feiern. Einmal zum westlichen und einmal zum orthodoxen Himmelfahrtfest.</p>
<p>Das Gotteshaus wird geschmückt, Paramente werden aufgehängt, Zelte aufgestellt und die ganze Nacht hindurch werden Messen gefeiert.<span id="more-480"></span></p>
<div id="attachment_483" class="wp-caption aligncenter" style="width: 392px"><img class="size-large wp-image-483" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/himmelfahrt-i-382x400.jpg" alt="Die Kapelle ist geschmückt. Pilger beugen sich zum Fußabdruck Christi." width="382" height="400" /><p class="wp-caption-text">Die Kapelle ist geschmückt. Pilger beugen sich zum Fußabdruck Christi.</p></div>
<p>Am Morgen des Himmelfahrttages wird ein Hochamt gefeiert. Direkt nach dem Gottesdienst beginnen die Aufräumarbeiten und wenig später ahnt man nichts mehr von der kirchlichen Nutzung. Nur etwas Weihrauch liegt noch in der Luft. Was in Westfalen unmöglich wäre, gehört in Jerusalem zum Status Quo. Eine verrückte Stadt.</p>
<div id="attachment_482" class="wp-caption aligncenter" style="width: 277px"><img class="size-large wp-image-482" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/himmelfahrt-ii-267x400.jpg" alt="Ein Palästinenser wartet auf das Ende des Gottesdienstes. Vielleicht kauft ja doch noch ein Pilger eine Zweig vom Ölbaum?" width="267" height="400" /><p class="wp-caption-text">Ein Palästinenser wartet auf das Ende des Gottesdienstes. Vielleicht kauft ja doch noch ein Pilger eine Zweig vom Ölbaum?</p></div>
<p>Nicht weit entfernt feierten wir am Nachmittag den evangelischen Himmelfahrtgottesdienst mit den palästinensischen und amerikanischen Lutheranern. Die evangelische Himmelfahrtkirche ist nicht wie gewöhnlich nach Osten ausgerichtet, sondern zeigt Richtung Süden zur nahe gelegenen Himmelfahrtkapelle, die am Nachmittag schon wieder eine Moschee war.</p>
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		<title>Der Bischof von Rom &#8211; Epilog: Was bleibt?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 09:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben wurde genug. Über die Rede in Yad Vashem, in der mehr gesagt hätte werden können und müssen, über die Äußerungen Benedikts über die Mauer und eine Zweistaatenlösung, über die Christen, die das Land verlassen und über das hohe Polizeiaufgebot. Erst mit etwas mehr Abstand wird man die Pilgereise des Papstes wohl richtig beurteilen können. Doch eine Geschichte am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_475" class="wp-caption alignright" style="width: 214px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/peters-road.jpg"><img class="size-medium wp-image-475" title="peters-road" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/peters-road-204x249.jpg" alt="Der Papst ist weg, die Fähnchen bleiben noch ein paar Tage hängen." width="204" height="249" /></a><p class="wp-caption-text">Der Papst ist weg, die Fähnchen bleiben noch ein paar Tage hängen.</p></div>
<p>Geschrieben wurde genug. Über die Rede in Yad Vashem, in der mehr gesagt hätte werden können und müssen, über die Äußerungen Benedikts über die Mauer und eine Zweistaatenlösung, über die Christen, die das Land verlassen und über das hohe Polizeiaufgebot. Erst mit etwas mehr Abstand wird man die Pilgereise des Papstes wohl richtig beurteilen können. Doch eine Geschichte am Rande des großen Medienspektakels hat mich besonders beeindruckt.</p>
<p>Das Gelände der Himmelfahrtkirche liegt in Ostjerusalem. In dem Teil der Stadt, der für Israel zwar zur ungeteilten Hauptstadt des Landes gehört, dessen Status für die Weltgemeinschaft aber noch ungeklärt ist. Israelische Polizei lässt sich hier kaum blicken; und wenn sie kommt, dann schwer gepanzert und bewaffnet.<span id="more-462"></span></p>
<p>Nun residierte der Papst in Ostjerusalem in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Israel hatte die Straßen beflaggt, um seinen Anspruch auf die ganze Stadt auch dem Papst deutlich zu machen. Auf unserem Stiftungsgelände wurde nun zum Schutz Benedikts Polizei und Militär stationiert. Die palästinensischen Sicherheitskräfte, die  gewöhnlich auf dem Gelände arbeiten, sollten die israelische Polizei begleiten, damit nicht der Eindruck entstehen könnte, dass wir das kirchliche Gelände aus der Hand gegeben hätten.</p>
<p>Nach anfänglichem Misstrauen auf beiden Seiten, konnte ich plötzlich beobachten, dass ein palästinensischer Sicherheitsmann und ein israelischer Polizist im Café Auguste gemeinsam frühstückten. Am Eingang zu unserem Gelände wurden Scherze gemacht und man tauschte in ausgelassener Stimmung Zigaretten. Ein ungewöhnliches Bild in dieser zerstrittenen Stadt. Wie konnte das sein, dass man sich nun fast freundschaftlich begegnete? Zum ersten Mal erlebte ich hier einen Anlass bei dem Palästinenser und Israelis nicht gegeneinander Stellung bezogen, sondern gemeinsam eine Aufgabe -den Schutz des Papstes- zu erledigen hatten. Eine Vision: Palästinenser und Israelis arbeiten zusammen und gestalten miteinander die Zukunft.  Was für ein Bild: ein Muslim und ein Jude sorgen gemeinsam für die Sicherheit der christlichen Minderheit. Wenigstens für ein paar Tage tauchte dieses hoffnungsvolle Bild auf. Ich danke dem Papst für diesen Moment.</p>
<div id="attachment_476" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-large wp-image-476" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/zwei-bruder-400x267.jpg" alt="Israeli und Palästinenser sorgen für die Sicherheit des Papstes." width="400" height="267" /><p class="wp-caption-text">Israeli und Palästinenser sorgen gemeinsam für die Sicherheit des Papstes.</p></div>
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		<title>Der Bischof von Rom III</title>
		<link>http://blog.unserekirche.de/2009/05/16/der-bischof-von-rom-iii/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 13:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Am letzten Tag seines Aufenthaltes in Jerusalem besuchte der Summus Pontifex zunächst den griechischen Patriarchchen Theophilos III. Zu dem Ereignis waren die Vertreter vieler Kirchen der heiligen Stadt eingeladen.
Mit der Einladungskarte musste ich zahlreiche Kontollen in der abgeriegelten Altstadt durchlaufen. Obwohl das Treffen der beiden Kirchenoberhäupter erst um 9:15 stattfand, schlossen die Türen den Patriarchats [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_453" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/papst-benedikt-theophilos-iii.jpg"><img class="size-medium wp-image-453" title="papst-benedikt-theophilos-iii" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/papst-benedikt-theophilos-iii-250x240.jpg" alt="Treffen mit dem Patriarchchen Theophilos III" width="250" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Treffen mit dem Patriarchchen Theophilos III</p></div>
<p>Am letzten Tag seines Aufenthaltes in Jerusalem besuchte der Summus Pontifex zunächst den griechischen Patriarchchen Theophilos III. Zu dem Ereignis waren die Vertreter vieler Kirchen der heiligen Stadt eingeladen.</p>
<p>Mit der Einladungskarte musste ich zahlreiche Kontollen in der abgeriegelten Altstadt durchlaufen. Obwohl das Treffen der beiden Kirchenoberhäupter erst um 9:15 stattfand, schlossen die Türen den Patriarchats für die Gäste schon um 7:00 Uhr. Das Gelände der Himmelfahrtkirche, in dessen Nähe der Papst übernachtete, konnte man nur bis 7:00 verlassen. Danach wurden die Straßen gesperrt. <span id="more-452"></span></p>
<p>Doch das Warten hatte seinen Vorteil. Man hatte endlich einmal wieder Zeit für Gespräche mit den Kollegen anderer Konfessionen. Dann ging alles schnell. Benedikt kam, gefolgt von einer großen Gruppe Fotografen. Der Patriarch hielt eine kurze Ansprache, der Papst antwortete mit einer kurzen Rede, es gab Fotos und die Delegation verließ den Saal. Es ging nun zu Fuß zur Grabes- und Auferstehungskirche. Die Gassen und der Vorplatz der Kirche war gefüllt mit teils schwer bewaffneten Soldaten und Polizisten. Ein absurdes Bild, denn normalerweise drängen sich dort Pilger und Touristen.</p>
<div id="attachment_455" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/gut-bewacht.jpg"><img class="size-large wp-image-455" title="Blick in die Altstadt" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/gut-bewacht-400x267.jpg" alt="gut-bewacht" width="400" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in die Altstadt</p></div>
<p>Dieser Eindruck verstärkte sich auf meinem Weg zum armenischen Patriarchat. Die Geschäfte der Altstadt waren geschlossen und in den engen Straßen war niemand zu sehen. Nur alle etwa 50 Meter musste ich eine gut bewachte Kontrolle passieren.</p>
<p>Bei den Armeniern war die Stimmung heiter, denn die Kirche hatte auch Schüler und Schülerinnen zum Empfang eingeladen, die in Vorfreude Fähnchen Armeniens und des Vatikans schwenkten.</p>
<div id="attachment_456" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-large wp-image-456" title="Heitere Stimmung bei den Armeniern" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/armenische-schulerinnen-400x267.jpg" alt="armenische-schulerinnen" width="400" height="267" /><p class="wp-caption-text">Heitere Stimmung bei den Armeniern</p></div>
<p>Nach den Empfängen machte sich Erleichterung bei den israelischen Wachpersonal breit, die viele Stunden in der Hitze und unter Anspannung ihren Dienst verrichtet hatten. Absperrungen und Kartons mit leeren Wasserflaschen wurden weggetragen. Die Menschen strömten in die Altstadt. Der Alltag zog wieder in Jerusalem ein.</p>
<div id="attachment_457" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/feierabend.jpg"><img class="size-large wp-image-457" title="Das war's: Aufatmen bei den Sicherheitskräften..." src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/feierabend-400x267.jpg" alt="feierabend" width="400" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Das war&#39;s: Aufatmen bei den Sicherheitskräften...</p></div>
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		<title>Der Bischof von Rom Teil II</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 10:49:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist da. Vor wenigen Minuten fuhren die Limousinen am Gelände der Himmelfahrtkirche vorbei. Zuvor war Benedikt XVI. auf dem Mount Scopus mit einem Helikopter gelandet. Zwei der Limousinen hatten Vatikanfähnchen, wohlmöglich um Attentäter zu verwirren. Die Straße, die an dem Gelände der Himmelfahrtkirche zum Sitz des Nuntius in unmittelbarer Nähe führt, wurde in den vergangenen Wochen neu hergerichtet: Graffiti [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_423" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/vatikan.jpg"><img class="size-medium wp-image-423" title="Der Papst ist da: Die Fahne des Vatikans" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/vatikan-240x250.jpg" alt="Der Papst ist da: Die Fahne des Vatikans" width="240" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Der Papst ist da: Die Fahne des Vatikans</p></div>
<p>Er ist da. Vor wenigen Minuten fuhren die Limousinen am Gelände der Himmelfahrtkirche vorbei. Zuvor war Benedikt XVI. auf dem Mount Scopus mit einem Helikopter gelandet. Zwei der Limousinen hatten Vatikanfähnchen, wohlmöglich um Attentäter zu verwirren. Die Straße, die an dem Gelände der Himmelfahrtkirche zum Sitz des Nuntius in unmittelbarer Nähe führt, wurde in den vergangenen Wochen neu hergerichtet: Graffiti wurden entfernt, neuer Asphalt wurde verlegt und auch die Straßenbemalung im palästinensisch bewohnten Stadtbezirk wurde erneuert. Alles erstrahlt nun im neuen Glanz.</p>
<p>&#8220;Der Papst sollte öfter kommen&#8221;, meinte einer der arabischen Mitarbeiter auf dem Gelände. Tatsächlich erinnern die Arbeiten aber ein wenig an die &#8220;Prozessionstraßen&#8221; Erich Honeckers. Denn die Renovierung erfolgte nur an den Straßenabschnitten, die der Papst vom Wagen aus sieht. Alles andere blieb beim alten. Die Wege sind mit Fahnen Israels, Jerusalems und des Vatikans geschmückt.</p>
<p>Auch auf unserem Gelände war heute israelisches Militär präsent, das darauf achtete, dass niemand den Wagenkonvoi beobachtete. Selbst vom Fenster war der Blick verboten. Gut, dass es einen Kirchturm gibt.</p>
<div id="attachment_422" class="wp-caption alignleft" style="width: 259px"><a href="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/siedlung-papst.jpg"><img class="size-medium wp-image-422" title="Gruß auf hebräisch" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/05/siedlung-papst-249x167.jpg" alt="Gruß auf hebräisch" width="249" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Die Yeshiva neben dem Sitz des Nuntius begrüßt den Papst auf ihre Weise...</p></div>
<p>Der Papst hat eine schwierige Aufgabe zu erfüllen. Zum einen muss er sich für die Rechte palästinensischer Christen einsetzen. Zum anderen will er sich um die Versöhnung mit den Muslimen bemühen und das zerrüttete Verhältnis zum Judentum wieder in Ordnung bringen.</p>
<p>Eine fast unmögliche Aufgabe.</p>
<p>Vom Turm konnte man sehen wie jüdische Demonstranten mit Plakaten von der Polizei schnell noch in Taxen gesetzt wurden. Auch die Siedlung direkt neben dem Sitz des Nuntius hat sich auf den Besuch vorbereitet. Ein großes Plakat wurde angebracht, das das Verhältnis zwischen Juden und Christen klarstellen soll. Es ist dort zu lesen: Er hat <em>uns</em> auserwählt und <em>uns</em> die die Tora gegeben.&#8221;</p>
<p>Der Satz steht dort auf hebräisch, so dass der Heilige Vater wohl sein Hebraicum reaktivieren muss. Wünschen wir ihm Glück bei seiner Mission, die für alle Christen im Land wichtig ist.</p>
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		<title>Jom haSho&#8217;a</title>
		<link>http://blog.unserekirche.de/2009/04/23/jom-hashoa/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 06:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wohlrab</dc:creator>
				<category><![CDATA[Michael Wohlrab - Jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag morgen. Auf dem Weg zum Osterempfang des griechisch-orthodoxen Patriarchen ertönt um 10:00 ein dunkler Sirenenton. Auf Anhieb bleiben alle Autos stehen. Die Insassen steigen aus, stellen sich neben das Auto und halten für zwei Minuten inne bis der Sirenenton verstummt. Dann geht es wie gewohnt weiter. Ein eindrücklicher Moment, der den Alltag unterbricht.


Seit 1959 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dienstag morgen. Auf dem Weg zum Osterempfang des griechisch-orthodoxen Patriarchen ertönt um 10:00 ein dunkler Sirenenton. Auf Anhieb bleiben alle Autos stehen. Die Insassen steigen aus, stellen sich neben das Auto und halten für zwei Minuten inne bis der Sirenenton verstummt. Dann geht es wie gewohnt weiter. Ein eindrücklicher Moment, der den Alltag unterbricht.</p>
<div id="attachment_416" class="wp-caption aligncenter" style="width: 409px"><img class="size-large wp-image-416" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/04/jomhashoa-399x267.jpg" alt="Für zwei Minuten stoppt der Verkehr." width="399" height="267" /><p class="wp-caption-text">Für zwei Minuten stoppt der Verkehr...</p></div>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dt>
<div id="attachment_418" class="wp-caption aligncenter" style="width: 409px"><img class="size-large wp-image-418" src="http://blog.unserekirche.de/wp-content/uploads/2009/04/jomhashoa21-399x267.jpg" alt="...nur der Sirenenton ist zu hören." width="399" height="267" /><p class="wp-caption-text">...nur der Sirenenton ist zu hören.</p></div>
<p>Seit 1959 gedenken Israelis am 27. Nisan jeden Jahres -acht Tage vor dem israelischen Unabhängigkeitstag- des Holocausts. Neben Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem gehören die Schweigeminuten zum festen Bestandteil des Jom haSho&#8217;a, die fast alle Israelis einhalten. Nur die ultraorthodoxen Juden begehen den Tag nicht, da es für sie nach der Halacha nicht gestattet ist im Monat Nisan zu trauern.</dt>
</div>
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