Warum man Brötchen von Leinen pflückt

"Brotrennen"- Das war garnicht so einfach!
Heute ist der 10. Oktober, das bedeutet heute ist Tag des Sportes in Japan. Schon nach dem Frühstück machten wir uns (im Regen) auf , um mit den Bewohnern von Nozominomon den Tag des Sportes zu feiern. Angekommen am Veranstaltungsort, sahen wir, wer alles gekommen war. Von Babys aus dem Babyheim, Kindern aus dem Kinderheim, wo wir in ca. 5 Tagen hinziehen werden, Leuten aus dem Altenheim und Leute die an der Beschäfigungstherapie hier teilnehmen. Wie ihr vielleicht beim lesen merkt, eine riesengroße Altersspanne. Wir alle waren zusammengekommen um in verschiedenen Disziplinen sportlich zu werden. Es gab 2 Gruppen: “Aka”(rot) und “Shirro” (weiß). Dörthe war weiß und ich war rot. Vor dem Sport wurde Reis gestampft um Klebreis herzustellen. Wie uns Shindosan (unsere Dolmetscherin) erzählte, macht man dies bei besonderen Gelegenheiten. Danach ging es los mit sportlicher Interaktion. Neben bekannten wie Tauziehen, lernten wir auch andere Disziplinen kennen, wie das “Brotrennen”. Auf einer Strecke die ca. 50 m betrug, musste man in der Mitte einen Stopp einlegen, um ein Brötchen zu nehmen, das mit einer Wäscheklammer befestigt, an eine Bambusstange herunterhing. Dies wäre einfach gewesen, hätte man die Hände benutzen dürfen. Dies wurde in Gruppen gemacht, zuerst die Kinder aus dem Kinderheim bis zuletzt die Bewohner des Altersheim, die diese Strecke zum Teil mit Rollatoren und in Rollstühlen, bewältigten. Alle machten dies mit besonders großer Freude.
Dies war ein sehr schönes und lustiges Fest.
Nachmittags machten wir dann einen Spaziergang zum Pazifik, und sammelten ein paar schöne Muscheln. Auf dem Rückweg hörte man eine Lautsprecherdurchsage des Staates, aber da wir leider kein Japanisch können, wussten wir nicht, was sie sagten. Wir hoffen, dass es keine erneute Taifun-Warnung oder Erdbeben-Warnung war. Aber wenn das so wäre, hätte uns bestimmt schon jemand informiertJ. (Wir wissen, dass es einen Taifun südlich von Tokio gibt, der wahrscheinlich in einer Woche eintreffen wird, doch die Japanischen Wettervorhersagen können wir noch nicht richtig deuten.)
