Ein Tag des Lachens

Lisa und Dörthe weben in der Werkstatt von Shinseisha
Heute standen Praktikumseinsätze in zwei verschiedenen Einrichtungen an: vormittags durften wir einen Einblick in die Arbeit im “Shinseisha” gewinnen, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. In vier verschiedenen Bereichen sind die Menschen hier eingesetzt: beim Backen, beim Verkauf der Backwaren, bei der Feldarbeit und beim Weben bzw. bei der Handarbeit. Nachdem uns ein passionierter Direktor der Einrichtung die verschiedenen Abteilungen vorstellte, durften wir selbst Hand anlegen und jeweils einen Schal weben (zumindest den Anfang). Das war gar nicht so einfach, schließlich haben wir aufgrund des Stäbchenessens einen Muskelkater in den Fingern bzw. Unterarmen. Da kann einem Handarbeit schon schwer vorkommen, wobei wir ja auch zugeben mussten, dass wir handarbeitsmäßig höchstens mal Knöpfe annähen… Auf jeden Fall haben wir es geschafft, alle im Raum Anwesenden mit unseren Webkünsten zum Lachen zu bringen. Lachen braucht keine Sprache. J
Nachmittags war dann Feldarbeit angesagt: Wir bekamen Gummistiefel und besondere Mützchen (die Bilder dazu gibt es auf Nachfrage
) in die Hand gedrückt und zusammen mit den Frauen aus Gakuen gings zum Feld. Zunächst stand die Kartoffelernte auf dem Plan (irgendeine besondere Sorte aus Indonesien), anschließend wurden Erdnüsse (Peanuts auch im Japanischen) und Bohnen geerntet. Dann stärkten wir uns auf dem Feld mit Kaki, einer Frucht die auch in Italien angebaut wird, aber ursprünglich aus Japan stammt.
Nachdem wir unsere Fingernägel fast vollständig von der Felderde befreit hatten, fuhren wir mit Shindosan (unserer deutschsprachigen Ansprechpartnerin hier, die uns sehr mit Rat und Tat zur Seite steht und über einen sehr sympathischen österreichischen Akzent verfügt) durch Futtsu, zur Erkundung der Umgebung.
Auch hier fanden wir einige Gelegenheiten uns herzlich zu amüsieren – Lachen braucht eben keine Sprache.
P.S.: Danke auch für Euer an-uns-denken während der Taifunmeldungen, wir haben wohl im Vergleich zu andererorts verhältnismäßig wenig abbekommen – wirklich: Gott sei Dank!!!

10. Oktober 2009 um 11:20 Uhr
Liebe Dörthe, liebe Lisa,
Ihr habt ja in der kurzen Zeit schon viel erlebt und kennen gelernt. Schön, dass wir auf diesem Weg daran teilhaben können! Ich hoffe, Du, Dörthe bist wieder im Gleichgewicht und Lisa ist noch nicht verhungert!!! In den nächsten beiden Wochen habe ich Urlaub und somit Zeit, immer mal wieder auf diese Seite zu schauen und zu sehen was es Neues von Euch gibt!!!Bleibt behütet und habt eine gute Zeit.
Es grüßt Euch ganz herzlich Eure Kerstin