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Angekommen

Sonnenaufgang über der chinesischen Pazifikküste

Sonnenaufgang über der chinesischen Pazifikküste

Angekommen – noch nicht ganz 12 h haben wir japanischen Boden unter den Füßen. Wir hatten einen wunderbaren Flug: das wolkenverhangene Deutschland ließen wir hinter uns: ab der Nordostküste Dänemarks wurde es besser, so dass man den Blick auf Schweden und Finnland genießen konnte. Weiter ging es 7 h über Russland. In 10 km Höhe, bei ca. 1000 Stundenkilometern und einer Außentemperatur von -62°C (oder waren es -52°C?!) erlebten wir Sonnenuntergang über der Grenze von Finnland und Russland und Sonnenaufgang an der chinesischen Pazifikküste. Der Wahnsinn!!! Nun sind wir im Land der aufgehenden Sonne, haben von der aber noch nicht viel gesehen. Warten vielmehr auf einen Taifun, der morgen hier eintreffen soll. Die Japaner gehen damit ganz selbstverständlich um. Wir sind gespannt, was dieser Taifun mit sich bringt (wie Gudrun sagt: u.U. umherfliegende Regenschirme, Fahrräder oder Motorräder).
Ansonsten haben wir beide eine japanische Wohnung im Altenheim der Diakonie “NoZoMi No MoN” bezogen und müssen uns daran gewöhnen, jeden Morgen das Bett in den Schrank zu räumen. So machen die Japaner das nämlich. In weitere wohnungstechnische Besonderheiten wurden wir geduldig und wiederholend eingeführt.
Soeben haben wir im Frauenheim, Gakuen, zusammen mit 21 Frauen zu Abend gegessen. Selbstverständlich mit Stäbchen! Uns wurde zwar auch eine Gabel angeboten, dies kann aber nun gar nicht an unseren Fähigkeiten liegen, mit Stäbchen zu essen ;-) . Schon im Flieger gab es – wie Lisa es nannte – “verkehrte Welt”: Eine Japanerin zückte zum Mittagessen aus der Lufthansa-Packung Messer und Gabel während wir uns bestückt mit zwei Stäbchen an Nudeln, Fleisch und Meeresfrüchtesalat heranwagten.
Angekommen – wir sind es auf jeden Fall körperlich, im Flieger sind geblieben: Dörthes Gleichgewichtssinn (mir ist immer noch schwindelig) und Lisas Vorliebe für japanisches Essen (man schicke ihr ein Care-Paket) ;-)
Dank Flug, fast 30 h des Wachsseins und dem Verlust von 7 h (Zeitverschiebung) sind wir ziemlich erschöpft. Das wird schon!
Itsu taifu ga kuru ka wakarimasen. – Wir wissen es nicht.
Ojasumi nasai! Gute Nacht!

3 Kommentare zu „Angekommen“

  1. Monika sagt:

    Hallo,ihr Zwei, ich freue mich, dass ihr heil angekommen seid. Schnürt euch fest wenn der Taifun kommt, damit ihr nicht abhebt. Ich hoffe es wird nicht so schlimm, wie in den Medien berichtet. Dörthe, füttere Lisa doch mit Nutella, das wird sie schon aushalten. Mit dem Carepaket kann es noch etwas dauern. Hier ist es ziemlich still, wir sind nur zu dritt. Morgen soll sich das ändern, da kommen Karin und Kerstin ins Haus. Wettermäßig ist es sehr warm und feucht, Treibhausluft, wahrscheinlich wie bei euch. Ich grüße euch ganz herzlich, natürlich auch an Grudrun Scheer liebe Grüße, bleibt behütet Eure Monika

  2. Michael sagt:

    Hallo Dörthe, hallo Lisa, auch von mir herzliche Grüße an Euch, die ihr Euch nun am anderen Ende der Welt befindet. Schön, dass es diese Technik gibt, mit der Ihr uns an Euren Erlebnissen im fernen Japan teilhaben lasst. Ich hoffe aber sehr, dass Ihr Euch zunächst etwas erholen und akklimatisieren könnt, bevor Ihr die japanische Altagswelt erkundet. Aber wer weiß, vielleicht ist ja auch alles so neu und aufregend, dass vieles andere zur Nebensache wird? Wie dem auch sei, ich wünsche Euch beiden eine eindrucksvolle Reise, gute neue Erfahrungen und eine Gute Zeit. Grüße an Gudrun! Euer Michael

  3. Lore Rahe sagt:

    Hallo Lisa und Frau Sontag,
    ja, der Flug ist beeindruckend und anstrengend. Schön, dass alles geklappt hat. Inzwischen hat der Taifun Japan erreicht. Hoffentlich ist es in Futtsu nicht so schlimm – für Behinderte, Alte und eh schon traumatisierten Menschen muss es besonders furchterregend sein. Mit der Bitte um Bewahrung und Gottes Segen grüße ich Sie und Gudrun, Ihre Lore Rahe

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