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Jom haSho’a

Dienstag morgen. Auf dem Weg zum Osterempfang des griechisch-orthodoxen Patriarchen ertönt um 10:00 ein dunkler Sirenenton. Auf Anhieb bleiben alle Autos stehen. Die Insassen steigen aus, stellen sich neben das Auto und halten für zwei Minuten inne bis der Sirenenton verstummt. Dann geht es wie gewohnt weiter. Ein eindrücklicher Moment, der den Alltag unterbricht.

Für zwei Minuten stoppt der Verkehr.

Für zwei Minuten stoppt der Verkehr...

...nur der Sirenenton ist zu hören.

...nur der Sirenenton ist zu hören.

Seit 1959 gedenken Israelis am 27. Nisan jeden Jahres -acht Tage vor dem israelischen Unabhängigkeitstag- des Holocausts. Neben Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem gehören die Schweigeminuten zum festen Bestandteil des Jom haSho’a, die fast alle Israelis einhalten. Nur die ultraorthodoxen Juden begehen den Tag nicht, da es für sie nach der Halacha nicht gestattet ist im Monat Nisan zu trauern.

2 Kommentare zu „Jom haSho’a“

  1. Ruckzuck sagt:

    Welchen Einfluss haben die Ultraorthodoxen eigentlich in Israel? Sollen ja nur eine vergleichsweise kleine Gruppe sein. Aber scheinen ja doch einiges zu bewirken. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sie eigene Viertel haben, in denen man als “Fremder” nicht willkommen ist.
    Irgendwie irre, hier “Live-Fotos” aus Jerusalem zu sehen. Haben Sie die selbst aufgenommen, Herr Pastor Wohlrab?

  2. Leonie sagt:

    sagt, dass sie sich auf neue Berichterstattung aus Jerusalem freut!

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